Ortsteil-Porträt Herrig: Urnen aus der Latènezeit und römische Trümmerstellen
Herrig ist klein und leise — aber wer hier gräbt, findet zweimal alte Geschichte: Urnen aus der Latènezeit, 2.500 Jahre alt, und römische Trümmerstellen. Ein Dorf, dessen Boden länger besiedelt ist als die meisten Städte existieren.
Harge — eine Handschrift aus Deutz (1155)
Herrig wird 1155 in einer Handschrift des Benediktinerklosters Deutz als „Harge" genannt. Wie die Nachbarorte ist es eine fränkische Gründung; die Erstnennung fällt in dieselbe Deutzer Handschrift, die auch Blessem, Konradsheim und Mellerhöfe erstmals nennt.
Urnen aus der Latènezeit (≈ 500 v. Chr.)
Eine latènezeitliche Urnenbestattung aus der Zeit um 500 v. Chr. belegt eine Besiedlung lange vor den Franken. Dazu kommen römische Trümmerstellen — Reste römischer Gehöfte. Wer in Herrig wohnt, wohnt über 2.500 Jahren Bestattung und Besiedlung.
Herrig heute
Mit rund 552 Einwohnern ist Herrig einer der kleinsten Ortsteile — ein Dorf, das mit seinen Funden beweist, dass Stille nicht Geschichtelosigkeit bedeutet. Hier legten die Kelten ihre Toten, hier siedelten die Römer, hier rodeten die Franken.
Quellen: Wikipedia (Herrig), ErftstadtWiki. (Kein Wikimedia-Foto verfügbar.)